Verhaltenskodex für das Geschäftsleben

Einleitung

Geniesser.GURU und dessen Betreiber vertreten die gemeinsamen Kernwerte:

Kennen, Dienen und Vertrauen, simultane Interessenwahrung und das Streben nach Perfektion.

Soweit es um die Erwartungen an alle Mitarbeiter von Geniesser.GURU bezüglich des Verhaltens im Geschäftsleben geht, sind diese Werte gleich gewichtet. Die tatsächliche Umsetzung bestimmter Regeln und Richtlinien in den verschiedenen Verantwortungsebenen und Aufgabenbereichen kann unterschiedlich ausgestaltet sein.

Es gibt keinen Grund, warum die Kernwerte nicht in gleicher Weise für alle Geniesser.GURU Mitarbeiter gelten sollten: In der Tat möchte Geniesser.GURU diesen Verhaltenskodex auch auf die Geschäftspartner ausdehnen, insbesondere dort, wo Geniesser.GURU für deren Handlungen verantwortlich gemacht werden könnte.

Der im Folgenden umrissene Verhaltenskodex beschreibt den Mindeststandard. Wo immer möglich wird versucht, auch alle anderen Richtlinien zu berücksichtigen, und zwar sowohl interne (z.B. Richtlinien für die Fachbereiche) als auch externe (z.B. Vorgaben von Verbänden).

Im Verhaltenskodex wird der Begriff „Mitarbeiter“ für alle Menschen verwendet, die bei Geniesser.GURU beschäftigt sind. Schreibt die Lage innerhalb eines Landes bestimmte Leitlinien zum Verhalten in bestimmten lokalen Situationen vor, so wird vom Management vor Ort erwartet, dass es die Mindestanforderungen dieses Verhaltenskodex’ den Erfordernissen entsprechend ausweitet und die zusätzlichen Leitlinien mit dem gleichen Engagement wie den Grundkodex durchsetzt. Niemand bei Geniesser.GURU hat die Vollmacht, irgendjemandem die Anweisung oder Erlaubnis zu erteilen, Gesetze oder die in diesem Verhaltenskodex niedergelegten Grundsätze zu verletzen.

Kennen

Die Regeln zu kennen und durchzuführen ist entscheidend für die Schaffung und Wahrung eines hohen Standards innerhalb der Geniesser.GURU. Das bedeutet:

Führungskräfte müssen die gesetzlichen und sonstigen Regeln kennen, die ihre eigenen Handlungen und die Handlungen der von ihnen geführten Mitarbeiter bestimmen. Viele Führungskräfte und Angestellte von Geniesser.GURU müssen auch potenziell länderübergreifende Auswirkungen verschiedener gesetzlicher Verpflichtungen und Rahmenwerke berücksichtigen, u.a. Gesetze zur Korruptionsbekämpfung und Kartellgesetze.

Geniesser.GURU unterstützt eine angemessene Gesetzgebung zum Verbot von Handelshemmnissen, unfairen Praktiken oder Missbrauch wirtschaftlicher Macht weltweit. Das bedeutet, dass überall dort, wo es keine örtliche Gesetzgebung für freien, offenen Wettbewerb gibt oder diese nicht gut entwickelt ist, Mitarbeiter von Geniesser.GURU das westeuropäische oder nordamerikanische gesetzliche Rahmenwerk zu diesen Themen kennen und anwenden müssen.

Führungskräfte müssen sicherstellen, dass sie zuverlässige Melde-, Archivierungs- und Offenlegungssysteme eingerichtet haben, die alle erforderlichen Rückverfolgungen und Analysen zur Einhaltung von Gesetzen, Regeln und Vorschriften erlauben. Führungskräfte müssen ihren Mitarbeitern die gültigen Vorschriften bekannt machen. Bei Bedarf müssen sie entsprechende Schulungen organisieren. Allerdings kann das Fehlen einer solchen Bekanntmachung oder Schulung durch eine Führungskraft oder anderen Mitarbeiter nie eine Verletzung solcher Vorschriften entschuldigen. Dies gilt für alle Mitarbeiter. Eine Offenlegung vertraulicher Informationen über Aktivitäten, Strategien und Geschäftsdaten von Geniesser.GURU gegenüber Außenstehenden ist, außer in gesetzlich vorgeschriebenen Fällen, nicht erlaubt.

Alle Führungskräfte müssen allen ihren Mitarbeitern und Kunden die Kernwerte der Geniesser.GURU transparent machen. Dies gilt auch für den Verhaltenskodex.

Dienen

Das Ziel eines Dienstleistungsunternehmens besteht darin, anderen Unternehmen und Personen Dienstleistungen zu erbringen. Bei Geniesser.GURU gehen damit Hunderte, vielleicht sogar tausende externe Beziehungen einher. Außerdem sind viele Geniesser.GURU-Mitarbeiter an der Erbringung oder dem Empfang interner Dienstleistungen beteiligt. Um operative Exzellenz im Service zu erreichen, muss Geniesser.GURU sicherstellen, dass dies nach hohen ethischen Standards erfolgt.

Das bedeutet:

In ihrer Führungsarbeit müssen alle Führungskräfte ihre eigenen Mitarbeiter mit Sorgfalt und Rücksichtnahme anleiten, gemäß dem Grundsatz, die Besten anzuwerben, zu halten und zu fördern.

Alle Mitarbeiter müssen die Geheimhaltung vertraulicher Informationen wahren, die während der Dienstleistung an Kunden und anderen Interessenvertretern bekannt werden, außer wenn eine Offenlegung genehmigt oder gesetzlich vorgeschrieben ist.

Alle Mitarbeiter müssen die gesetzlichen Regeln und Rahmenwerke, die Geschäfte auf Gegenseitigkeit und ähnliche, möglicherweise restriktive Geschäftspraktiken, regeln, besonders beachten.

Bei der Erbringung von Dienstleistungen müssen alle Mitarbeiter jede Situation vermeiden, in der ein Interessenkonflikt zwischen ihrer Pflicht zur Erbringung exzellenten Services und ihren persönlichen Anliegen entstehen könnte.

Dienstleistungen, die von Geniesser.GURU oder auf Aufforderung der Geniesser.GURU von Dritten angeboten werden sollen, dürfen niemals zur Bestechung genutzt werden.

Geschäfte mit Geniesser.GURU dürfen nie für persönliche Vorteile genutzt werden, weder von Mitarbeitern, noch von deren Partnern, Familienmitgliedern, engen Freunden, etc.

Vertrauen

Die Geniesser.GURU Geschäftsbeziehungen bauen auf Vertrauen – intern wie extern. Vertrauen ist schwer zu gewinnen und leicht zu verlieren. Vertrauen wird aufgebaut, indem man zu allen Zeiten sichtbar professionell und ethisch korrekt handelt. Man verliert es, wenn man sich auf unethische oder ungesetzliche Interaktionen mit internen und externen Geschäftspartnern einlässt. Kein Kodex kann Regeln für alle denkbaren Fälle umfassen. Aber es gibt zahlreiche, bekannte Problempunkte oder Fallgruben, die es zu umgehen gilt.

Hier eine Auswahl:

Niemand sollte Aktien oder Beteiligungen außerhalb von Geniesser.GURU übernehmen oder annehmen, wenn damit zu rechnen ist, dass dies die Zielsetzung oder effektive Leistung der Arbeit im Zusammenhang mit Geniesser.GURU behindern könnte. Dies schließt direkte oder indirekte finanzielle

Beteiligungen an Lieferanten oder Konkurrenzunternehmen ein. Eine Ausnahme bilden Aktien oder ähnliche Investitionen in öffentlich gehandelten Unternehmen oder andere Kapitalanlagen, sofern diese über eine öffentliche Börse oder Warenbörse erworben und abgestoßen werden.

Es dürfen keine Geschenke oder Einladungen im Tausch gegen ungebührliche Gegenleistungen oder Gefallen angenommen werden. Geschenke oder Einladungen, deren Annahme Grund zum Verdacht ungebührlicher Einflussnahme geben könnte, müssen zurückgewiesen werden. Geschenke, die im Verhältnis zur Geschäftsbeziehung unangemessen groß sind, sollten zurückgewiesen werden.

Als Richtwert gilt: Der Gesamtwert der Geschenke darf den Wert regelmäßiger, normaler Geschäftsessen in einem Jahr nicht übersteigen. In besonderen Fällen, wie zum Beispiel bei Mitarbeitern, die im Einkauf tätig sind, kann es sein, dass sogar kleinere Geschenke abgelehnt werden müssen. Als Leitlinie für Geniesser.GURU in derartigen Stellungen gilt, dass Geschenke, die € 40 (Preisniveau von 2018) übersteigen, immer der Führungskraft zu melden sind. Geschenke, die mehr als € 250 wert sind, dürfen nur nach Genehmigung durch die Führungskraft oder den Geschäftsführer angenommen werden.

Die Einkaufsstrategien von Geniesser.GURU basieren auf Liefervereinbarungen. Wenn Geschäfte auf Gegenseitigkeit getätigt werden, ist immer zu prüfen, dass dies nicht in einer unangemessenen Weise geschieht, die in dem Land oder der Region, in der wir tätig sind, vielleicht sogar illegal ist.

Gegenseitigkeit bedeutet, dass der Lieferant gleichzeitig Kunde ist.

Wenn Geniesser.GURU Einladungen angeboten werden oder Geniesser.GURU um Einladungen gebeten wird, die über die üblichen örtlichen Richtlinien und Standards für geschäftliche Einladungen hinausgehen, sollte immer erst der direkte Vorgesetzte oder zuständige Geschäftsführer zu Rate gezogen werden.

Dies gilt auch bei Zweifeln, wenn Einladungen unpassend erscheinen. Ob Geniesser.GURU nun Gast oder Gastgeber ist: Einladungen an öffentlichen Orten sollten immer an Veranstaltungsorten oder zu Gelegenheiten stattfinden, bei denen es unwahrscheinlich ist, dass Geniesser.GURU oder Interessenvertreter der Geniesser.GURU dabei in Verlegenheit gebracht werden könnten.

Ob im Kontakt mit Kunden, Arbeitnehmern oder intern mit anderen Mitarbeitern: Niemand bei Geniesser.GURU darf sich an Aktivitäten beteiligen, die zu Diskriminierung nach Rasse, Geschlecht, Religion oder Alter führen oder in anderer Weise die verfassungsmäßigen Rechte eines anderen gefährden.

Beim Handel mit Wertpapieren ist die Nutzung von Informationen, die der Öffentlichkeit nicht allgemein bekannt sind, unethisch und in fast allen Ländern illegal. Die Regeln für den Insiderhandel, die in der Insider Trading Policy von Geniesser.GURU und den geltenden lokalen Gesetzen niedergelegt wurden, sind genau zu befolgen. Die Offenbarung von Insiderinformationen gegenüber Dritten ist nicht erlaubt. Es ist ebenfalls nicht erlaubt, Dritten zu raten, mit Wertpapieren zu handeln oder handeln zu lassen. Dies gilt für Informationen über Geniesser.GURU, aber auch (im Geschäftsverlauf gewonnene) Informationen über Geschäftspartner von Geniesser.GURU.

Simultane Interessenwahrung

Die Geniesser.GURU Unternehmensgruppe möchte, dass seine Mitarbeiter die Anliegen aller Interessenvertreter so weitgehend wie möglich berücksichtigen. In diesem Zusammenhang werden Netzwerkarbeit mit bzw. Beteiligung an Wohltätigkeitsorganisationen, Partnern im Arbeitsmarkt und in der Politik, Berufsorganisationen und ähnlichen (gesellschaftlichen) Institutionen gefördert und unterstützt – solange dies ethisches Geschäftsgebaren nicht gefährdet. Darüber hinaus sollte Engagement für unternehmerische soziale Verantwortung und Nachhaltigkeit nicht durch geschäftliche und (in manchen Fällen) private Handlungen in Zweifel gezogen werden.

Das bedeutet:

Alle Mitarbeiter müssen immer vermeiden, Geschäftsbeziehungen mit Personen oder Institutionen einzugehen, die direkt oder indirekt in Terrorismus verwickelt sind.

Die persönliche Beteiligung von Mitarbeitern an Wohltätigkeitsorganisationen, Partnern im Arbeitsmarkt und in der Politik, Berufsorganisationen und ähnlichen (gesellschaftlichen) Institutionen muss von beruflichen Interessen bei Geniesser.GURU klar getrennt bleiben.

Bei politischen Beiträgen dürfen Gesellschaften oder Mitarbeiter von Geniesser.GURU keine unangemessenen Beiträge für Bewerber um ein öffentliches Amt, politische Parteien oder andere politische Interessenvertreter leisten, wenn diese nicht dem Gesetz entsprechen oder anderweitig den Eindruck erwecken könnten, nicht angemessen zu sein. Geniesser.GURU darf Mitarbeitern in keiner Weise Kosten für Beiträge zu politischen Kampagnen erstatten.

Geniesser.GURU-Mitarbeiter dürfen keine Beziehungen zu Geschäftspartnern haben, die Sklaverei, Kinderarbeit, Zwangsarbeit oder andere Methoden anwenden, die nicht mit ethischen Beschäftigungsbedingungen vereinbar sind.

Streben nach Perfektion

Bei der Umsetzung der oben aufgeführten Grundsätze ist es nicht einfach nur die gute Absicht, die zählt, sondern das tatsächliche Ergebnis. Das bedeutet in manchen Fällen, dass Geniesser.GURU-Mitarbeiter eine zusätzliche Anstrengung leisten, um den Standard für ethisches Geschäftsgebaren zu wahren.

Folgende Aspekte sollte man im Auge behalten:

Das Führen genauer Aufzeichnungen und die Vorlage umfassender, fairer, zeitnaher, genauer und verständlicher Finanzinformationen und deren Offenlegung in öffentlichen Erklärungen und Dokumenten.

Sorgfältige Beachtung der Geniesser.GURU-Grundsätze für Riskmanagement: alle Informationen mit möglicherweise erheblichen finanziellen Auswirkungen sind sofort weiterzugeben. Sofortige Maßnahmen zur Beilegung von Schwächen bei Kontrollen oder Verfahrensweisen, welche die Qualität von Konzepten, Service oder Berichterstattung der Geniesser.GURU gefährden könnten.

Wenn es um die Umsetzung dieses Verhaltenskodex geht, zeigen Geniesser.GURU-Mitarbeiter keinerlei Toleranz für Mittelmäßigkeit, Ineffizienz oder das Verlassen auf den glücklichen Zufall.

Geniesser.GURU-Mitarbeiter arbeiten unter der Perspektive, dass dieser Verhaltenskodex Grundlage ihres Handelns ist und dass die Umsetzung des Verhaltenskodex in erster Linie ihre eigene persönliche Verantwortung ist.

Geniesser.GURU GmbH
Die Geschäftsleitung
Dormagen, Germany
Im Oktober 2018